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Vom sicheren Job im öffentlichen Dienst in die Selbständigkeit

Den sicheren Job kündigen: Von der Angestellten im öffentlichen Dienst in die Selbständigkeit

Wie war es für mich, meinen sicheren Job zu kündigen? Um dir diese Frage zu beantworten, hole ich ein wenig aus, damit du verstehst, welche Bedeutung mein Job in meinem Leben hatte. Und welche Gründe mich dazu bewegt haben, nach fast 10 Jahren einen anderen Weg einschlagen zu wollen.

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie, in der ich von meinem Weg vom sicheren Job im öffentlichen Dienst zur segelnden Website-Expertin erzähle.

Die nächsten Beiträge verlinke ich dir hier, sobald sie online:

  • Vom eigenen Unverpackt Online Shop zur virtuellen Assistentin
  • Von der virtuellen Assistentin zur spezialisierten Webdesignerin am Segelboot
Inhalt

Mein Einstieg ins Berufsleben

2010 hab ich meine Ausbildung im öffentlichen Dienst zur Verwaltungsassistentin gemacht. Wenn ich erzähle, wo ich gearbeitet habe, werden die Augen meistens groß. Nämlich bei der Landespolizeidirektion.

Viele denken, dass ich die Polizeischule absolviert haben musste. Das hab ich aber nicht. Dann wäre ich nicht dort gelandet, weil ich 2010 beim sportlichen Teil sicher durchgefallen wäre.

Das Aufnahmeverfahren war gleich, wie bei den vielen anderen großen Firmen, bei denen ich mich im Alter von 15 Jahren auch vorgestellt hatte: Ein Aufnahmetest, danach ein Bewerbungsgespräch und schließlich bekam man die Zusage, oder eben nicht.

Und ja, ich bekam die Zusage und hab mit 15 Jahren meine Ausbildung begonnen.

Nebenberuflich zur Matura

Gemeinsam mit einer Kollegin und heute sehr guten Freundin habe ich mich entschieden, die Lehre mit Matura zu starten. Das heißt, einmal pro Woche musste ich mich abends in einen Kurs setzen. Über 4 Jahre hinweg. Zusätzlich zu meinen 40 Stunden Arbeit.

Das war eine anstrengende Zeit. Aber wir haben’s durchgezogen und jetzt hätte ich die Möglichkeit zu studieren. Das war aber für mich nie der Grund, sie zu machen.

Ich wollte mich weiter hocharbeiten in meinem Job. Und ich wusste, mit Matura konnte ich eine bessere Position erreichen, als ohne. Und damit besser verdienen.

Arbeit über Gesundheit

Bis 2019 hatte ich als Protokollantin und Sachbearbeiterin für Strafsachen gearbeitet. Also täglich neue Anzeigen erfasst, Anonymverfügungen und Strafverfügungen verschickt. Meistens wegen zu hoher Geschwindigkeit oder falschem Parken.

Und dann kam meine Chance, weil eine Kollegin in Pension ging. Ich durfte mich in die Akten und Verfahren von ihr einarbeiten und wurde dahingehend geschult. Gleichzeitig habe ich immer mehr, intensiver und länger gearbeitet.

Im Nachhinein betrachtet, war das nicht schlau, denn in dieser Zeit ging’s mit meiner Gesundheit bergab. Aber es hat mir geholfen, dass sich meine Vorgesetzten mehr für mich einsetzten. Denn fast hätte ich meinen angestrebten Job an jemand anders verloren.

Diese ungewisse Zeit hat mich belastet. Ich wusste nicht, wohin ich käme, wenn ich diesen Posten nicht bekomme. In eine andere Abteilung, obwohl ich mich in meiner so gut eingelebt hatte?

Mein ersehnter Aufstieg im Job

2020, kurz vor der Pandemie, habe ich die Zusage für meine angestrebte Position erhalten. Ich freute mich, dass ich wieder Sicherheit hatte und ein besseres Gehalt.

Aber trotzdem war ich in mir seit längerem nicht mehr zufrieden. Sondern lag abends oft lange wach und fuhr am nächsten Morgen unter Tränen, die ich mir damals nicht erklären konnte, zur Arbeit.

Ich habe weiter durchgebissen. Weil’s doch jeder schafft. Aber im Büro merkte ich immer mehr, wie schwer es für mich war, mich auf eine Sache zu konzentrieren. Das war normalerweise kein Problem. Ich konnte und kann auch heute wieder stundenlang ohne Pause konzentriert arbeiten.

Zum ersten Mal im „Home-Office“

Das Corona-Virus brachte eine Veränderung, die ich in meinem Arbeitsleben noch nicht kennengelernt hatte. 2 bis 3 Tage pro Woche durfte ich im Home Office arbeiten. Was für mich nur hieß, erreichbar sein zu müssen, falls eine Kollegin krankheitsbedingt ausfällt. Die Gegebenheiten von zu Hause aus zu arbeiten gab es nicht.

Und so hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Und um mich mit Sachen zu beschäftigen, die mir wichtig waren. Unter anderem habe ich in diese Zeit Bücher wie »Das Café am Rande der Welt« von John Strelecky gelesen und die Rise Up and Shine Uni von Laura Malina Seiler absolviert, nachdem ich in den Monaten davor fast jede Folge ihres Podcasts gehört hatte.

Wann habe ich aufgehört zu träumen?

Beides hat in mir bewirkt, dass das Gefühl in mir immer stärker wurde, dass das – unser Reihenhaus, mein Job & ein Urlaub pro Jahr – alles ist. Das Einzige, was meinem Glück scheinbar noch fehlte, waren Kinder, worauf ich oft genug angesprochen wurde. Immerhin waren mein Partner und ich 10 Jahre ein Paar.

Aber ich wollte mehr. Und nicht diese vorhersehbare Zukunft.

Das Buch von John Strelecky und die 3 Fragen auf der Rückseite der Speisekarte haben in mir nachgewirkt.

1. Warum bist du hier?
2. Hast du Angst vor dem Tod?
3. Führst du ein erfülltes Leben?
aus »Das Café am Rande der Welt«

Jeden Tag begleitete mich die Frage:

»Was will ich im Leben?«

Im Home Office hat sich die Perspektive auf mein Leben verändert. Ich war nicht mehr ständig beschäftigt. Sondern hatte endlich Zeit, zu reflektieren.

Sei doch dankbar für das, was du hast

Immer wieder dachte ich daran zu kündigen. Aber die Sicherheit, die mir mein Job gab, hielt mich davon ab. Denn ich fragte mich: »Würde ich jemals wieder so einen guten Job bekommen?«

Ich dachte, ich müsste zufrieden sein. Ich wurde gut bezahlt und hatte flexible Arbeitszeiten.

Bereit für die Kündigung?

Im Juni 2020, nachdem ich viele Tage und Nächte darüber nachgedacht habe, wurde mir klar:

Wenn ich jetzt nicht kündige, dann werde ich es niemals machen.

Und ich fühlte mich innerlich bereit, zu kündigen. Auch wenn ich beim Gedanken daran ganz zittrig wurde und Angst davor hatte, diese Entscheidung in meiner Arbeit zu verkünden.

Parallel dazu hatte ich eine Idee, welche ich nach meiner Kündigung umsetzen wollte. Diese Idee hat es mir innerlich „erlaubt“ zu kündigen.

Das kam unerwartet

Ich fuhr ein letztes Mal zur Arbeit. Habe mein Kündigungsschreiben aus meinem Büro geholt. Das hatte ich bereits einige Tage (oder Wochen?) davor vorbereitet. Und hab es zu meinem Chef gebracht und ihm die überraschende Nachricht übermittelt.

Ich denke, dass wirklich niemand damit gerechnet hatte. Die meisten dachten, als ich sie zusammengeholt habe, wahrscheinlich, dass ich ihnen sage, dass ich schwanger bin. Aus gesundheitlichen Gründen habe ich in dieser Zeit nämlich ein paar Kilo zugelegt.

Es war, als hätte ich die Leinen endlich losgemacht und den Hafen verlassen, in dem ich mich sicher gefühlt habe. Gleichzeitig hat mich das davon abgehalten, mein Leben zu leben.

Es war alles andere als einfach

Es war keine einfache Entscheidung, meinen Job nach knapp 10 Jahren aufzugeben. Vor allem, weil ich den Job hatte, den ich wollte und mein Job sicher war.

Anfangs habe ich mich oft gefragt, ob es die richtige Entscheidung war und ob der Zeitpunkt kommen wird, an dem ich es bereuen würde. [4 Jahre später war dieser Zeitpunkt noch nicht da.]

Aber meine Vision war mir wichtiger als ein sicherer Job.

Ausblick auf den nächsten Beitrag:

Im nächsten Beitrag dieser Serie erzähle ich dir von meiner Vision. Schreib mir gerne in die Kommentare, wenn du Ähnliches erlebt hast, dich der Beitrag inspiriert hat.

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Hi, ich bin Anita.

Webdesignerin & Websitetrainerin für Frauen, die Veränderung auf dieser Welt bewirken wollen. 

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2 Responses

  1. Danke für die offenen Einblicke.
    Den Effekt mit dem Homeoffice habe ich bei mir damals auch festgestellt.
    Ich hätte mir vorher nicht vorstellen können, dass ich so gut damit zurechtkomme, alleine zuhause zu arbeiten.
    Und jetzt kann ich mir nicht mehr vorstellen, in einen Bürojob zurückzukehren.

    1. Danke für’s Teilen 🙂
      Ne, das könnte ich mir heute auch gar nicht mehr vorstellen.
      Ich hatte es zwischendurch sogar probiert – in der Übergangsphase von einer zur anderen Selbständigkeit – aber dieses Konzept klappt für mich nicht mehr.

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